Postdoktorandin

Katharina Lenski

Dr. phil. Katharina Lenski ist Historikerin, Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin. Sie arbeitete von Dezember 2016 bis Dezember 2019 als Postdoktorandin am Jenaer Graduiertenkolleg „Die DDR und die europäischen Diktaturen nach 1945 in vergleichender und verflechtungsgeschichtlicher Perspektive“ zur „Asozialität“ und war hier zudem für das Studienprogramm verantwortlich. Sie forschte 2016 am Imre-Kertész-Kolleg in Jena zur Ausgrenzung im Staatssozialismus in transnationaler Perspektive und fragte nach dem Weiterwirken von Stereotypen und ihrer sozialen Praxis seit der Zeit vor 1945. Sie wurde 2015 mit summa cum laude zu „Geheime Kommunikationsräume. Die Staatssicherheit an der Jenaer Universität“ promoviert und war von 2015 bis 2016 am Historischen Institut der FSU zur Erarbeitung des Antrags für das genannte Graduiertenkolleg angestellt, der 2016 bewilligt wurde.

Katharina Lenski hat zahlreiche Forschungsprojekte zur Geschichte der DDR und zu staatssozialistischen (Geheim-) Bürokratien, zur Bildungs- und Universitätsgeschichte, zur Geschichte der Jugend und ihrer Kulturen sowie zur Stadtgeschichte und zur Kirche nach 1945 initiiert und durchgeführt. Seit 1991 hat sie eines der wichtigsten Gesellschaftsarchive zur Dissidenz in der DDR, das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“, aufgebaut und bis 2011 geleitet. In der DDR hat sie Medizin studiert, wurde als Dissidentin politisch exmatrikuliert und war im Anschluss in der Berliner Opposition aktiv. Im Jahr 2001 wurde sie rehabilitiert und schloss das daraufhin wieder mögliche Studium als Magistra Artium ab.

„Asozialität“ im Staatssozialismus

Bis heute gehören „Asoziale“ zur Gruppe derjenigen, die nur bedingt oder nicht als Opfer der NS-Morde anerkannt wurden. Zugleich präsentierten sie sich nicht als eigenständige Opfergruppe, was auf den Konstruktionscharakter ihrer Etikettierung verweist. Diejenigen Personen/-gruppen, die im Staatssozialismus als asozial stigmatisiert wurden, nahm die Forschung bislang ebenso marginal wahr, und auch sie bilden bis auf den Sonderfall der DDR-Ausreisebegehrenden keine eigenständige Verfolgtengruppe. Rehabilitierungsverfahren verliefen oft erfolglos, da die herrschaftssprachlichen Zuschreibungen in den Quellen meist nicht als solche begriffen wurden. Kritisch wurde die Problematik in der BRD ebenso wenig reflektiert, wenn auch der zugrunde liegende biologistische Diskurs seit dem Ende der 1960er Jahre von einer Reformdiskussion abgelöst wurde. In der DDR setzten sich zunehmend restriktivere Gesetze durch, die zum Teil auf der NS-Praxis fußten. Dort schloss man auch an das Vorbild der Sowjetunion an, wo seit dem Ende des 19. Jahrhunderts so genannte „Parasiten“ und „Zigeuner“ verfolgt wurden. Für abweichende Lebensstile Jugendlicher bildete sich in der Sowjetunion der Terminus „chuliganstwo“ (Hooliganismus) heraus. Dieses Stigma setzte sich offenbar auch in anderen osteuropäischen Ländern durch und scheint sich bis heute fortzusetzen. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass das komplexe Zusammenwirken der repressiven Instanzen, von Polizei, Justiz und Geheimpolizei, mit denen der Sozialfürsorge und der „Bevölkerung“ als vertikales wie horizontales Zuschreibungsnetzwerk bislang unscharf blieb. Im Mittelpunkt des Projekts stehen deshalb Ab- und Ausgrenzungsverhältnisse, die im Kontext bürokratisch fixierter Denkweisen entstehen und sich mit bzw. durch Bürokratien perpetuieren. Davon waren die gesellschaftlichen Subsysteme im Staatssozialismus in spezifischer Weise betroffen. Die gesellschaftliche Praxis folgte dort dem Sog von Ordnungsprinzipien, die Unbestimmtes nicht oder nur gegen Widerstände zulassen konnten. Insbesondere die Phase der so genannten „Normalisierung“ (Fulbrook) rückt dabei ins Blickfeld. Zwar gilt sie als innenpolitische Entspannungsphase, was aber die späteren gesellschaftlichen Spannungen erklärungsbedürftig erscheinen lässt. Der Begriff der „Asozialität“ ist deshalb als Quellenbegriff zu verstehen und auf seine konkrete sowie allgemeine Funktionalität im Kontext der übergeordneten Prozesse zu untersuchen.

  • Europäische Zeitgeschichte
  • Geschichte des Staatssozialismus in Mittel- und Osteuropa
  • Geschichte des Nationalsozialismus
  • Theorien und Methoden in der Geschichtswissenschaft
  • Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte
  • Bildung, Erziehung, Sozialisation
  • Historische Anthropologie und Alltagsgeschichte
  • Geschichte von Staatsbürokratien
  • Kultur und Repräsentationen
  • Gedächtnis und Erinnerung
Monografien

Katharina Lenski, Geheime Kommunikationsräume? Die Staatssicherheit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Frankfurt am Main/New York 2017.

Katharina Lenski/Reiner Merker, Zwischen Diktat und Diskurs. Oppositionelle Handlungsräume in Gera in den 80er Jahren, Erfurt 2006.

Wissenschaftliche Aufsätze und Artikel

Katharina Lenski, „Asozialität“ in der DDR. Re-Konstruktion und Nachwirkung eines Ausgrenzungsbegriffs, in Enrico Heitzer u. a. (Hg.), Nach Auschwitz. Schwieriges Erbe DDR. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der DDR-Zeitgeschichtsforschung, Schwalbach/Ts. 2018, S. 162-175.

Katharina Lenski, Post-War-Raum DDR. Pädagogische Forschungspraxis im Spiegel verdrängter Erfahrung, in: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung 2017. Scheinbarer Stillstand - Pädagogische Diskurse und Entwicklungen in den Achtzigerjahren, Bad Heilbrunn 2018, S. 59-76.

Katharina Lenski, Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Die „Offene Arbeit“ – ein Ort der Freiheit? Entstehung, Konzepte und soziale Praxis alternativer Jugendkultur im Staatssozialismus (1961-1989), in: Deutschland Archiv, 15.3.2017, Link: www.bpb.de/242954.

Katharina Lenski, Im Schweigekreis. Der Tod von Matthias Domaschk zwischen strafrechtlicher Aufarbeitung und offenen Fragen, in: Jörg Ganzenmüller (Hg.), Recht und Gerechtigkeit. Die strafrechtliche Aufarbeitung von Diktaturen in Europa, Köln/Weimar/Wien 2017 (= Europäische Diktaturen und ihre Überwindung. Schriften der Stiftung Ettersberg, Bd. 23), S. 131-169.

Katharina Lenski, 2016   Uniwersytet i tajne służby w NRD i PRL pomiędzy budową a upadkiem muru. Wzajemne powiązania i porównanie na przykładzie uniwersytetu w Jenie, in: Sebastiana Ligarskiego, Krzysztofa Ruchniewicza, Dariusza Wojtaszyna (Ed.), Ideologiczna współpraca. Władze wobec środowisk opiniotwórczych w PRL i NRD, Wrocław 2016, S. 110-126. [Universität und Geheimpolizei in der DDR und der VR Polen zwischen Mauerbau und Mauerfall. Fragen zu Verflechtung und Vergleich am Beispiel der Universität Jena, in: Sebastiana Ligarskiego, Krzysztofa Ruchniewicza, Dariusza Wojtaszyna (Ed.): Ideologiczna współpraca. Władze wobec środowisk opiniotwórczych w PRL i NRD, Wrocław 2016, S. 110-126.]

Katharina Lenski, Der zerbrochene Spiegel. Methodische Überlegungen zum Umgang mit Stasi-Akten, in: Joachim von Puttkamer/Stefan Sienerth/Ulrich A. Wien (Hg.), Die Securitate in Siebenbürgen, Köln/Weimar/Wien 2014, S. 116-136. 

Katharina Lenski, Die Hauptamtlichen der Stasi. Schattenriss einer Parallelgesellschaft, in: Lutz Niethammer/Roger Engelmann, Bühne der Dissidenz – Dramaturgie der Repression: ein Kulturkonflikt in der späten DDR, Göttingen 2014, S. 237-318, unter Mitarbeit von Agnès Arp. 

Katharina Lenski, Kommunikationsraum Universität. Die Exmatrikulation von Roland Jahn nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns im Jahr 1976, in: Tobias Kaiser/Heinz Mestrup (Hg.), Politische Verfolgung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena von 1945 bis 1989, Berlin 2012, S. 359-377. 

Katharina Lenski, Lernen, ICH zu sagen. Die Friedensgebete in der Jenaer Stadtkirche vom 8. Oktober 1989 bis 1. März 1990, in: Stadtmuseum Jena u.a. (Hg.), Die Friedliche Revolution in Jena. Gesichter des Herbstes 1989, Ausstellungsdokumentation, Jena 2010, S. 49-51 und 149-150.

Katharina Lenski, Zwischen System und Solidarität: „Ambulancia – ein Krankenwagen für Nicaragua“. Studierende und Staatssicherheit im letzten Jahr der DDR, in Robert Gramsch/Tobias Kaiser (Hg.), Engagement und Ernüchterung. Jenaer Studenten 1988 bis 1995, Jena 2009, S. 47-75.

Katharina Lenski, Einblicke in das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“. Eine Ausstellung anläßlich des fünfzehnjährigen Bestehens des Archivs, in: Reiner Merker (Hg.), Archiv, Forschung, Bildung. Fünfzehn Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“, bearbeitet von Manuel Petkov, Berlin 2009, S. 83-107. 

Katharina Lenski, Vom bedrohten Gedächtnis zum lebendigen Kulturspeicher. Die Entstehung, Überlieferung und Bedeutung privater Sammlungen im ThürAZ“, in: Reiner Merker (Hg.), Archiv, Forschung, Bildung. Fünfzehn Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“, bearbeitet von Manuel Petkov, Berlin 2009, S. 27-38. 

Katharina Lenski, Propaganda als Waffe der „Sozialistischen Universität“? Disziplinierungen und Verhaftungen in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre am Beispiel des Eisenberger Kreises, des Physiker- und des Chemikerballs, in: Uwe Hoßfeld/Tobias Kaiser/Heinz Mestrup (Hg.), Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945-1990), Köln/Weimar/Wien 2007, S. 212-238.

Katharina Lenski, 2007   Durchherrschter Raum? Staatssicherheit und Friedrich-Schiller-Universität. Strukturen, Handlungsfelder, Akteure, in: Uwe Hoßfeld/Tobias Kaiser/Heinz Mestrup (Hg.), Hochschule im Sozialismus. Studien zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945-1990), Köln/Weimar/Wien 2007, S. 526-572. 

Katharina Lenski, Die Strategien des Geheimdienstes gegen Jugend 86, in: Katharina Lenski/Uwe Kulisch (Hg.), Zwischen Utopie und Resignation, vom Bleiben und Gehen. Jugendkultur in der DDR in den 80er Jahren am Beispiel der Großveranstaltung „Jugend 86“ in Rudolstadt, Jena 2003, S. 83-104.

Katharina Lenski, Konzept, Recherchen, Übersichtstexte und Erschließungsinformationen zu den Sammlungen, in: Katharina Lenski/Uwe Kulisch (Hg.), 10 Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ). Übersicht zu den erschlossenen Sammlungen und Dokumenten, Jena 2001, S. 1-70, 75-112. 

Handbuchartikel

Aktion „Gegenschlag“ 1983, in: Rüdiger Stutz, Matthias Mieth (Hrsg.), JENA. Lexikon zur Stadtgeschichte, Berching 2018, S. 34.

Aktion „Lupe“ 1953, in: ebd., S. 34-35.

Ambulancia, in: ebd., S. 40.

Arbeitskreis Solidarische Kirche, in: ebd., S. 47.

Bloch-Kreis, in: ebd., S. 84-85.

Brednow, Walter, in: ebd., S. 97.

Domaschk, Matthias, in: ebd., S. 159-160.

Friedensgebete, in: ebd., S. 215.

Jenaer Friedensgemeinschaft, in: ebd., S. 316.

Keßler, Heinz, in: ebd., S. 351.

Leseladen mit Jenaer Umweltbibliothek, in ebd., S. 399.

Ministerium für Staatssicherheit der DDR, Kreisdienststelle Jena, in: ebd., S. 435-436.

Ministerium für Staatssicherheit der DDR, Objektdienststelle Zeiss, in: ebd., S. 436.

Siebzehnter Juni 1953, Vorgeschichte und Wirkung, in: ebd., S. 577-578.

Siebzehnter Juni 1953, Ereignisgeschichte, in: ebd., S. 578-579.

Volkspolizeikreisamt Jena, in: ebd., S. 690-691.

Weißer Kreis, in: ebd., S. 708.

Wessel, Heinrich, in: ebd., S. 710.

Wohngemeinschaften, alternative, in: ebd., S. 715.

Herausgeberschaften

Katharina Lenski/Uwe Kulisch, Zwischen Utopie und Resignation, vom Bleiben und Gehen. Jugendkultur in der DDR in den 80er Jahren am Beispiel der Großveranstaltung „Jugend 86“ in Rudolstadt, Jena 2003, S. 83-104.

Katharina Lenski/Uwe Kulisch, 10 Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ). Übersicht zu den erschlossenen Sammlungen und Dokumenten, Jena 2001. 

Katharina Lenski/Walter Schilling u.a., „So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat…“ Die „Andere“ Geschichte, Erfurt 1993. 

Ausstellungen seit 1998

Dauerausstellung des ThürAZ. Wissenschaftliches Konzept und Beiträge, Jena 2011.  

Quellen im ThürAZ. Wissenschaftliches und ästhetisches Konzept, Projektleitung, Realisierung, Jena 2006.

Losgehen und Ankommen. Jugendkultur in der DDR Ende der 70er Jahre am Beispiel der Jugendgroßveranstaltungen JUNE 78/JUNE 79 in Rudolstadt (Fotografien, Schriftquellen und Texte). Wissenschaftliches und ästhetisches Konzept, Projektleitung und Realisierung der Fotoausstellung, Jena 1999.

Rezensionen und Tagungsbesprechungen

Katharina Lenski, Samisdat und Öffentlichkeit. Kommunikation und Wahrnehmung der Opposition in den 70er und 80er Jahren in der DDR, Jena, 17. Mai 2008, Tagungsbericht, in: DA 41 (2008), S. 711-714.

Katharina Lenski, „Ewige DDR“. Blitzlichter einer ausgeblendeten DDR-Wirklichkeit verletzen das Bildergedächtnis ehemaliger DDR-Bürger. Zur Fotoausstellung „Ewige DDR“ von Harald Hauswald in Jena, in: DA 40 (2007), S. 401-403.

Katharina Lenski, Rezension zu Ehrhart Neubert/Thomas Auerbach: „Es kann anders werden.“ Opposition und Widerstand in Thüringen 1945-1989, Köln/Weimar/Wien 2004, in: DA 38 (2005), S. 1127-1129.

Beiträge in Presse und Hörfunk (Auswahl)

Katharina Lenski, „Noch keine Signale aus dem Schweigekreis. 35. Jahrestag: Der unaufgeklärte Tod des Jenaers Matthias Domaschk in der Stasi-U-Haft – Ehemalige Häftlinge protestieren: Selbstmord ist abwegig, in: TLZ 13.04.2016.

Katharina Lenski, „Autoritäre Fürsorge für unmündige Opfer muss nun ein Ende haben. “DDR-Geschichte: Zwischen Anspruch auf Deutungshoheit und Aufarbeitung, in: Thüringische Landeszeitung 15. März 2010.

Katharina Lenski, „Wie lange währt Schuld und gab es Sühne?“ MDR-Kultur-Café (Figaro), Live-Übertragung 18.10.2009, Torhaus Gera.

Tagungsbeiträge und Vorträge seit 2006 (Auswahl)

05.12.2019 Vortrag und Gespräch
„Asoziale“ Frauen in der Gesellschaft des Kalten Krieges – Der Fall B.UNANGEPASST. Repressionserfahrungen von Frauen in der DDR, Werkstattgespräch LERNORT KEIBELSTRASSE, c/o Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin

26.11.2019 Vortrag
Arbeit und “Asozialität”. Begriffsüberlegungen mit einem Rundblick durch die deutschsprachigen Länder vom Kaiserreich bis in die Zeit nach 1945. Kolloquium zur Osteuropäischen Geschichte am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

08.11.2019 Vortrag
People at the Margins. The “Asocial” and the State-Socialism. Konferenz (Re)Thinking Socialism. Knowledge, Memory and Oblivion of the Socialist Past, 07.-09. November 2019 Sofia/Bulgaria

07.10.2019 Vortrag
Spaces of Communication: Universities within Borders – between Borders. Travel Cadres in a Society of Systematic Secrecy. Imre Kertész Kolleg FSU Jena

28.09.2019 Vortrag
Transformierte Dissidenz: Die Geschichte des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk in sozioökonomischer und geschlechtergeschichtlicher Perspektive. Tagung „Empowerment? Selbstbestimmung und bürgerschaftliches Engagement in der DDR.“ Wissenschaftliche Tagung zum 25-jährigen Jubiläum des Instituts für Geschichte und Biographie, Hagen 27.-28. September 2019

25.09.2019 Vortrag
DDR-Soziologie als Geschichte. Konferenz Great Transformation Jena: Die Zukunft moderner Gesellschaften, DGS-Sektion der AG Soziologiegeschichte zu 1989 - Soziologiegeschichte einer Wendezeit

29.08.2019 Vortrag
Spaces of Communication: Universities within Borders – between Borders. Travel Cadres in a System of Sytematic Secrecy. Conference Lund University Sweden, Department of History: “Strategic Narratives – how the GDR Regime Shaped Cultural Contacts”

04.07. 2019 Vortrag
Sinti in der DDR. Eine Spurensuche, Vortrag auf dem Workshop „Das Stigma „Asozialität“ in Post-War-Gesellschaften. Wissenskonstruktionen im Kontext“, Jena 3.-5.7.2019

03.07.2019 Keynote
Zum Verhältnis von „Arbeit“ und „Asozialität“. Keynote auf dem Workshop „Das Stigma „Asozialität“ in Post-War-Gesellschaften. Wissenskonstruktionen im Kontext“, Jena 3.-5.7.2019

28.05.2019 Vortrag
Zur Vergesellschaftung von Stereotypen. Das Beispiel der „Asozialität“. Forschungskolloquium des Lehrstuhls für deutsche und europäische Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts der KMU Leipzig

13.05.2019 Diskussionsrunde
Aktuelle Herausforderungen an die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit und damit an die politische Bildungsarbeit, speziell die Gedenken, Opferentschädigung und -anerkennung, Akteneinsicht und –verwendung in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt mit Vertreter*innen von deutschen, polnischen und rumänischen Stiftungen, Gedenkstätten, Behörden und Universitäten. 

24.04.2019 Vortrag
People at the Margins. The Stigma of Anti-Social in State-Socialism. Konferenz Spaces and Places on the Edge: Margins, Borders, and Thresholds. 15th annual International Association for the Study of Environment Space and Place, Liverpool John Moores University, 24.-26. April 2019

28.03.2019 Vortrag und Podiumsdiskussion
Wissenschaft und Geheimhaltung in der DDR: Das Beispiel der Universität Jena, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt, Wissenschaft im Kubus: Kritik unerwünscht: Sozialistische Universitäten im Machtgefüge der SED

21.02.2019 Podiumsgespräch
Stand und Perspektiven der Bewältigung der DDR-Geschichte im Kontext der Diktaturengeschichte. Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Die Frau in der Leere der Aktenberge. Randlagen der DDR-Forschung. Keynote beim Workshop: Es ist noch nicht alles gesagt. Ein Workshop zur DDR-Forschung an der Humboldt-Universität Berlin 30.11.-01.12.2018

Asozialität und Zivilgesellschaft. Keynote im Rahmen des Workshops: Der Konsens der Ausgrenzung vor 1945: Die Stigmatisierung abweichender Lebensweisen als „asozial“. Graduiertenkolleg „Die DDR und die europäischen Diktaturen nach 1945“ am Historischen Institut der FSU Jena 25.10.-26.10.2018

Insel des Geistes? Die Staatssicherheit an der Universität Jena. Vortrag in Dresden am Hannah-Arendt-Institut am 17.10.2018

Before Communication: The Institutions of Forgetting – The Case of the GDR. Vortrag am 04.07.2018 auf der Tagung “The Politics of Amnesia - Germany and Beyond, 1800 – 2018”, Cambridge (UK), Pembroke College 02.07.-04.07.2018

Die Veränderung der Praktiken in den Naturwissenschaften der DDR im Kontext der Staatssicherheit. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie: Bildung und Biologie an der FSU Jena am 22.06.2018

Realer Marxismus und Staatssicherheit. Vortrag im Rahmen des Karl-Marx-Symposions in den Rosensälen der FSU Jena am 04.05.2018

Geheimhaltung als Alltagspraxis an der Universität. Festvortrag zur Buchvorstellung „Geheime Kommunikationsräume. Die Staatssicherheit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena“ im Rahmen des Zeitgeschichtlichen Kolloquiums des Historischen Instituts in den Rosensälen der FSU Jena am 11.04.2018

Katharina Lenski, The GDR as Post-War-History. Methodological Aspects. Vortrag auf der Tagung “The GDR Today”, 06./07.04.2017 Bangor/Grossbritannien.

Katharina Lenski, Neue Wege. Die DDR in der europäischen Diktaturengeschichte: Methodologische Aspekte. Vortrag auf dem Workshop „Nach Auschwitz. Schwieriges Erbe DDR“ in Berlin, Amadeu-Antonio-Stiftung, 26./27.01.2017.

Katharina Lenski, Hineingewachsen. Die Wandlung der Wissenschaft(ler) im Kalten Krieg an der Universität Jena (1968-1989). Vortrag auf der Jahrestagung der Kommission für Qualitative Bildungs- und Biographieforschung in Kooperation mit der Sektion Historische Bildungsforschung der DGfE, TU Dortmund 13./14.10.2016.

Katharina Lenski, The Figure of the Asocial. The Construction of an Underclass in State-Socialism. Vortrag am Imre-Kertész-Kolleg der FSU Jena, 08.07.2016.

Katharina Lenski, Kommentar zu den Vorträgen von Susan Hogervorst, Philipp Neumann-Thein und Katharina Stengel auf dem Workshop „Organisiertes Gedächtnis. Ehemalige Häftlinge der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager und ihre (trans-)nationalen Verbände“, Workshop der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und des JenaCenter Geschichte des 20. Jahrhunderts am 8./9.6.2016 in der Gedenkstätte Buchenwald.

Katharina Lenski, Kommunikationsraum Universität. Vortrag am 13.1.2016 im ZGK des Historischen Instituts der Universität Siegen.

Katharina Lenski, Der Fall Matthias Domaschk: Strafrechtliche Aufarbeitung und offene Fragen. 14. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg am 6./7. November 2015 in Weimar: Recht und Gerechtigkeit. Die strafrechtliche Aufarbeitung von Diktaturen in Europa.

Katharina Lenski, „Erziehung“ im Wandlungsprozess zur sozialistischen Universität. Tagung der Universität Wrocław am 22./23.10.2015.

Katharina Lenski, Die Entstehung der Offenen Arbeit im Kontext der DDR-Jugendpolitik der 1960er Jahre. Ursachen, Wirkungen und Konzepte. Tagung von zeit.zeiger e.V. am 28.11.2014 in Berlin.

Katharina Lenski, Die Sicherheitsarchitektur an der Universität Jena nach der Dritten Hochschulreform im Kontext der osteuropäischen Geheimpolizeien. Tagung vom Instytutu Pamięci Narodowej w Szczecinie Oddziałowe Biuro Edukacji Publicznej und dem Willy Brandt Zentrum für Deutschland-und Europastudien der Universität Wrocław vom 18.-19.11.2014 an der Universität Gdansk.

Katharina Lenski, Netzwerke der Geheimpolizei am Beispiel der FSU Jena. Workshop Geheimdienste: Netzwerke, Seilschaften und Patronage in nachrichtendienstlichen Institutionen, 4.-6.9.2014 in Erfurt.

Katharina Lenski, Die Parallelgesellschaft der Stasi-Offiziere. Vortrag im Zeitgeschichtlichen Kolloquium des Historischen Instituts der FSU Jena am 23.4.2014 in Jena.

Katharina Lenski, Our Military Valley. Friedensbewegung und Militärforschung. Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Forschungen aus dem ThürAZ“ am 25.10.2012 in Jena.

Katharina Lenski, Die Lücke als Chance. Archiv, Forschung, Bildung. Vortrag auf der Festtagung vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ Jena: „Einfach, gewaltfrei, solidarisch leben.“ Überlieferung von Utopie und Alltag, in Kooperation mit dem Imre Kertész Kolleg Jena, der Stiftung Ettersberg und Radio OKJ, Jena 4./5.11.2011.

Katharina Lenski, Der zerbrochene Spiegel. Vortrag auf der 45. Jahrestagung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte am Historischen Institut der Universität Jena und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. an der LMU München vom 24.-26. September 2010 in Jena.

Katharina Lenski, Zwischen System und Solidarität. Studierende und Staatssicherheit im letzten Jahr der DDR. Vortrag im Zeitgeschichtlichen Kolloquium des Historischen Instituts der FSU Jena am 8.12.2009.

Katharina Lenski, gemeinsam mit Tobias Kaiser: Universitätsgeschichtliche Forschung und archivische Vielfalt – mit einem besonderen Blick auf die Überlieferung des MfS, in: Universität des Saarlandes (Hg.), Universitätsreden 73. Dokumentationsziele und Aspekte der Bewertung in Hochschularchiven und Archiven wissenschaftlicher Institutionen, Saarbrücken 2007, S. 221-237.

Katharina Lenski, Vom bedrohten Gedächtnis zum lebendigen Kulturspeicher. Die Entstehung, Überlieferung und Bedeutung privater Sammlungen im ThürAZ. Festtagung anlässlich des fünfzehnjährigen Bestehens des ThürAZ in Jena.

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